Mit Erleichterung haben die Museumseisenbahner der Nassauischen Touristik-Bahn (NTB) die Grundsatzentscheidung des Magistrates zur Zukunft der Aartalbahn aufgenommen. Der Magistrat hat in seiner letzten Sitzung entschieden, dass die Aartalbahn zukünftig in der Verantwortung der NTB betrieben werden soll. „Die Entscheidung des Magistrates ist eine sehr gute Nachricht“, so Andreas Forster, Vorsitzender des Eisenbahnvereins. „Nach sechs Jahren Stillstand geht es jetzt endlich vorwärts! Dafür unser Dank an unsere Partner in der Landeshauptstadt Wiesbaden, allen voran das Verkehresdezernat unter der Leitung von Sigrid Möricke.“

Im Herbst 2009 wurde der Betrieb der Museumsbahn zur Eisernen Hand eingestellt. Ein LKW war an die Flachstraßenbrücke in Dotzheim geprallt. Zunächst waren Stadtverwaltung und ESWE Verkehr davon ausgegangen, die Brücke noch bis Weihnachten 2010 wieder flott zu bekommen.  „Diese Hoffnung hat sich leider nicht erfüllt“ so der Vorsitzende Andreas Forster.

Als darauf hin der damalige Oberbürgermeister Dr. Müller zusammen mit der Stadtverordnetenversammlung im Sommer 2012 in Aussicht stellte, für eine solche Lösung 1 Million Euro Investitionsmittel bereit zu stellen, wurde von der NTB ein detailliertes Konzept erarbeitet Dieses sieht im Kern vor, dass die Aartalbahn Infrastruktur GmbH, eine gemeinnützige Tochtergesellschaft der NTB, die Strecke künftig von der Deutschen Bahn pachten soll. Als Streckenbetreibern soll die Aartalbahn Infrastruktur gGmbH dann die Strecke der NTB, dem Draisinenverein „Arbeitskreis Aartalbahn“ sowie allen weiteren Interessenten zur Verfügung stellen.

Dazu Klaus Wagner von der vor einem Monat neugegründeten Aartalbahn Infrastruktur GmbH: „Wir haben das Jahr 2013 genutzt um der Wiesbadener Verkehrsdezernentin Sigrid Möricke unser Konzept zu erläutern und offene Fragen aus dem Weg zu räumen. Auch mit der DB Netz AG konnten wir uns zwischenzeitlich einigen und haben seit Weihnachten 2013 einen unterschriftreifen Pachtvertrag vorliegen. Nachdem nun städtischerseits auch die Finanzierung geklärt werden konnte, kann es endlich losgehen – wir sind startbereit!“

„Wenn alle unsere Vertragspartner mitspielen, können noch in diesem Jahr die ersten Arbeitzüge rollen und schon im kommenden Jahr vereinzelte Personenfahrten auf einen Teil der Strecke stattfinden. Unabhängig davon wird es auch in diesem Jahr wieder einen Nikolaus-Express nach Idstein geben“, so Andreas Forster abschließend zu den Perspektiven.